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Feuerwehr Technisches Zentrum

Aufgaben und Service

Die Atemschutz-Werkstatt

Eine computergestützte Überprüfung von Atemschutzmasken wird in der modern eingerichteten Atemschutzwerkstatt durchgeführt. Des Weiteren werden Atemschutzgeräte überprüft und instandgesetzt.

Regelmäßige Überprüfung und Reinigung der Atemschutzgeräte und Atemschutzmasken gewährleisten Sicherheit und eine hohe Einsatzbereitschaft. Und genau diese kann dann auch auf der Atemschutz-Übungsstrecke getestet werden.

An der Pressluftflaschen Füllstation werden die Atemschutzflaschen nach Einsätzen und vorgeschriebenen Zeiträumen überprüft, gefüllt und für den nächsten Einsatz wieder bereitgestellt. Denn davon hängt schließlich das Leben der Kameraden und Kameradinnen im Ernstfall ab.

Die Atemschutz-Übungsstrecke

Die Atemschutzübungsstrecke im Feuerwehr Technischen Zentrum in Torgau wurde für eine realistische und wirklichkeitsgetreue Ausbildung und Weiterbildung entwickelt und gebaut. Bei den Atemschutzgeräteträger-Lehrgängen, die im Kreis Torgau-Oschatz von den Ausbildern der Freiwilligen Feuerwehren durchgeführt werden, werden die praktischen Ausbildungsteile, aber auch die praktische Abschlußprüfung auf dieser Strecke durchgeführt.

Vorgegangen wird nur im Trupp, das heißt drei Geräteträger. Zunächst wird auf dem Laufband, dem Zuggerät und der Endlosleiter die körperliche Anstrengung simuliert, die bei einem Einsatz zum Beispiel durch den Anmarsch zur Einsatzstelle, über eine Drehleiter oder durch das Treppenhaus, entsteht. Nach der Absolvierung wird durch eine kleine Öffnung die eigentliche Übungsstrecke betreten. Hier wird den Einsatzkräften schon klar, daß in den seltensten Fällen eine Einsatzstelle durch eine "normale" Tür zu erreichen ist.

Auf der Übungsstrecke, die in einem geschlossenen Raum aufgebaut, herrscht eine Temperatur von ca. 65 - 70 Grad Celsius. Der abgedunkelte Raum wird zusätzlich durch eine Nebelmaschine vernebelt, so daß die Geräteträger nur mit Hilfe der mitgeführten Handlampen in der Lage sind, die Lage zu erkunden. Außerdem werden in den Raum die Außenweltgeräusche eines Einsatzablaufes, wie Autogeräusche, Einsatzbefehle, Martinshorn usw. eingespielt. Auf der Strecke können dann verschiedene Arbeitsabläufe geübt werden. Zum Beispiel die Demontage einer Rohrleitung, die Bergung einer verletzten Person durch ein Einstiegloch aus einem Kessel. Bei dieser Übung kommt erschwerend hinzu, das der Geräteträger sein Atemschutzgerät abnehmen muß, um durch die Einstiegsluke zu kommen.

Die Suche und Bergung von eingeschlossenen Personen in verqualmten Wohnungen oder Betriebe wird durch einen mit unterschiedliche Höhen bestehenden "Irrgarten" dargestellt, der mit niedrigen Gängen, die teilweise nur im Kriechgang bewältigt werden können, simuliert. Auf diesem Weg ist es wieder erforderlich, daß zum durchkommen mancher Hindernisse das Atemschutzgerät abgelegt und anschließend wieder angelegt werden muß. Gefordert wird außerdem auch das Abschrauben des Lungenautomaten an der Atemschutzmaske, durch den Atemluft aus der Flasche in die Maske gelangt. Hierbei wird auch die Kameradschaft und das "aufeinanderverlassen" der Einsatzkräfte untereinander deutlich, denn dies erfolgt durch einen Kameraden bei dem anderen Kameraden.

Die gesamte Übung muß in einem Zeitraum von ca. 20 Minuten beendet sein, da die in der Flasche mitgeführte Atemluft je nach Anstrengung und Lungenvolumen des Trägers in etwa so lange reicht. Bedenken muß der Einsatztrupp auch, daß mit der verbleibenden Luft der Einsatzort auch wieder verlassen werden und der Ort erreicht werden muß, um wieder "normale" Atemluft vorhanden ist. Der Trupp geht immer gemeinsam in einen Einsatz und verläßt diesen auch gemeinsam, das bedeutet, wenn bei einem Geräteträger der Piepton des Atemschutzgerätes meldet, daß die Atemluft dem Ende zugeht, muß der gesamte Trupp den Einsatzbereich verlassen. Ein Schriftführer am Einsatzort hält von jedem Einsatztrupp die Einsatzzeit fest, so daß immer überprüft werden kann, welcher Trupp wann und wie lange im Einsatz ist. Denn sollte ein Trupp nach einer gewissen Zeit nicht wieder bei ihm eintreffen, muß ein Suchtrupp eingesetzt werden, denn auch den Rettern kann etwas passieren und daß sie Hilfe brauchen. Aus diesem Grund muß immer ein Trupp in Bereitschaft gehalten werden.

Die gesamte Übungsstrecke wird mit mehreren Infrarotkameras überwacht, die alle Tätigkeiten auf Monitore in einen Kommandoraum überträgt, die der Einsatzleiter überwacht, so daß er bei einem Zwischenfall sofort eingreifen kann. Den Fotos kann man entnehmen, daß die Atemschutzgeräteträger nach dem Verlassen der Strecke ganz schön geschafft sind und deshalb ein Eignungstest und eine regelmäßige Medizinische Untersuchung notwendig sind. Im Ernsfall kommt dann auch noch die psychische Belastung dazu, die hier zwar durch die Geräuschkulisse dargestellt werden soll, aber einen richtigen Einsatz nicht realisieren kann. Auch nach dem absolvieren der Strecke geht die Kameradschaft, zum Beispiel beim ablegen der Geräte, weiter. Die Kameradschaft und die unbedingte Verläßlichkeit der Einsatzkräfte untereinander ist gerade bei Einsätzen unter umluftunabhängigen Atemschutzgeräten von großer Wichtigkeit.

Die Schlauchwäsche

In der Schlauchwaschanlage werden die Feuerwehrschläuche gereinigt, geprüft und bei Bedarf repariert soweit es zulässig ist. Dafür steht eine moderne Schlauchwaschanlage zur Verfügung.

Danach werden die Schläuche im Schlauchturm unserer Feuerwache zum trocknen aufgezogen. Der Trocknungsprozess beträgt rund eine Woche. Im Turm können gleichzeitig 96 Schläuche getrocknet werden. Außerdem kommt man auch stets nach, wann welcher Schlauch dazu kam. Das heißt, es wird somit gewährleistet, das der Schlauch der zuerst reinkommt auch wieder zuerst den Turm verläßt.

Nach der erfolgten Schlauchtrocknung werden diese je nach Vorgabe entweder einfach oder doppelt aufgerollt, eingelagert und bei Abruf wieder ausgegeben.

Weitere Fotos von Feuerwehr Technischen Zentrum finden Sie hier.

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